"Supermond" am 14.11.2016: Vollmond im Perigäum

Die Bahn des Mondes um die Erde ist kein Kreis sondern eine Ellipse. Genauer gesagt umrunden Erde und Mond einen gemeinsamen Schwerpunkt, das sog. Baryzentrum, das 4670km vom Erdmittelpunkt entfernt immer noch im Erdinneren liegt. Dabei unterliegen beide Himmelskörper noch anderen Gravitationskräften. Besonders die Anziehung der Sonne und der größeren Planeten führt dazu, dass die Mondbahn messbar von einer Ellipse abweicht, die mit den Kepler-Gesetzen allein erfasst werden könnte. Es ergibt sich eine mittlere Entfernung von etwa 384000km. In Erdferne (Apogäum) ist der Mond gut 404000 km, in Erdnähe (Perigäum) nur etwa 356000 km entfernt. Grundsätzlich kommt der Mond einmal pro Umlauf in eine Perigäums- und einmal in eine Apogäums- Position. Da aber ein Durchlauf aller Mondphasen (Lunation) mit 29,5 Tagen (synodischer Monat) vereinfacht gesagt nicht identisch mit dem Zurücklegen der kompletten Ellipsenbahn ist, verschieben sich die Extremstellungen gegenüber dem Eintreten der Mondphasen. Erreicht der Mond sein Perigäum in der Vollmondphase, so erscheint dieser besonders groß. Man nennt ihn dann salopp einen "Supervollmond". Dabei stellt man sich das Größenverhältnis zwischen Apogäums - Vollmond und "Supervollmond" am besten wie den Größenvergleich von einer 1 Euro - Münze zur 2 Euro - Münze vor.

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